19. März 2010 Keine Kommentare admin Presse 2010

Annette Müller Geistiges Heilen Tina Magazin 2010

Dieser Beitrag erschien im Jahr 2010 im Magazin Tina und erzählt die persönliche Geschichte von Annette Müller. Er beschreibt ihren Weg vom schweren Unfall bis hin zur Entdeckung des geistigen Heilens und ihrer heutigen Tätigkeit.

Annette Müller, 46, fand durch eine Lebenskrise ihre Berufung

„Früher war ich skeptisch – heute bin ich selbst Heilerin“

Nach einer schweren Zeit fand Annette Müller ihren Platz im Leben. Heute leitet sie Deutschlands erste Klinik für geistiges Heilen im Chiemgau. Wir besuchten sie.

Ein altes Herrenhaus im Chiemgau. Als ich durch das weiße, schmiedeeiserne Gartentor trete, fällt mein Blick als Erstes auf den kleinen Park mit seinen drei mächtigen Buchen. Ruhig und friedlich ist es hier. Früher gehörte das Anwesen zu einer Brauerei, heute ist die Villa San Esprit Deutschlands erste Fachklinik für geistiges Heilen.

Ich bin mit der Gründerin und Leiterin dieses Zentrums, Annette Müller, verabredet. Sie will mir ihre Geschichte erzählen. Ausgelöst durch ein Ereignis, wie es jedem von uns widerfahren kann.

Es war der 17. Mai 2004, als ein Mercedes Annette Müller die Vorfahrt nahm und frontal in die Fahrerseite ihres Twingos fuhr. Der Arzt diagnostizierte ein Schleudertrauma: „Zwei, drei Wochen. Dann sind Sie wieder topfit.“ Seine Prognose sollte sich nicht bewahrheiten.

Im Gegenteil. Die Schmerzen, die Annette Müller an Kopf, Nacken, Schulter und Rücken zu schaffen machten, wurden stetig stärker. „Es gab Tage, da konnte ich nicht mal mehr auf zwei Beinen stehen.“

Es begann eine Odyssee durch verschiedene Arztpraxen. Die Mehrheit der Ärzte schickte sie ohne Befund wieder weg. Meistens mit den Worten: „Wir können nichts feststellen. Das Ganze hat wohl eher einen psychosomatischen Hintergrund.“

Bis Annette Müller auf einen Migränespezialisten traf. Der stellte mithilfe eines sogenannten Bewegungs-MRT Folgendes fest: Annette Müllers Kopfgelenk war verletzt worden. Außerdem waren die Haltebänder am Atlas, dem obersten Halswirbel, gerissen.

Das Ergebnis: Ihr Kopf fand keinen festen Halt und reizte deshalb permanent ihr Rückenmark. Nun hatte sie zwar eine medizinische Begründung, aber keine Aussicht auf Heilung. Denn der Arzt erklärte ihr, dass sie damit würde leben müssen.

„Wir können zwar versuchen, Ihr Genick mit zwei Stahlplatten zu versteifen, aber eine solche OP birgt erhebliche Risiken…“

Als Annette Müller die Praxis verließ, wollte sie den Fahrstuhl nehmen. Der war außer Betrieb. Während sie sich am Treppengeländer festklammernd Stufe für Stufe die drei Stockwerke hinunterquälte, fasste sie einen Entschluss: Ich werde wieder gesund werden. Dafür kämpfe ich.

Zunächst fand sie einen Physiotherapeuten in Freiburg, dessen Behandlung die Schmerzen deutlich lindern konnte. Allerdings weigerte sich ihre Krankenkasse, die Kosten zu übernehmen. „Nach einem halben Jahr waren meine Ersparnisse aufgebraucht. Ich konnte mir die Weiterbehandlung nicht mehr leisten.“

Eines Abends bekam sie einen Anruf von ihrer Mutter. Sie habe eben im Fernsehen eine Sendung gesehen, in der ein Heiler eine Frau von ihren Schmerzen befreit hätte. Einfach so. Durch Handauflegen.

Annette Müller hielt von „solchen Sachen“ damals nicht viel. Die gelernte Kauffrau und Mutter einer heute 20-jährigen Tochter begeisterte sich für indisches Yoga, Meditation und spirituelle Themen. Aber sie war äußerst skeptisch, wenn es um Esoterik ging.

„Ich glaubte einfach nicht an die wundersame Kraft von Pyramiden, Pendeln, Steinen und was da sonst noch so alles in der Szene kursiert.“

Heilen durch die Kraft des Geistes? „Nein“, schüttelt sie entschieden den Kopf. „Das war für mich nicht vorstellbar.“

Ihre Schmerzen wurden immer unerträglicher. Vor allem im Kopf. Nichts half. Keine Akupunktur. Keine Schmerztherapie. Keine Tabletten.

Als die Mutter sie nochmals aufforderte, doch einen Geistheiler aufzusuchen, war Annette Müller bereit. „Ich ging hin. Schließlich hatte ich nichts zu verlieren.“

Als sie sich in dessen kleiner Wohnung auf die Behandlungsliege legte, hatte sie keine großen Erwartungen. „Ich sollte die Augen schließen. Dann machte er etwas in der Luft, das habe ich gehört, und dann legte er seine Hände auf…“

Danach ging es ihr viel besser. „Sofort spürte ich eine Erleichterung. Und ich dachte: Ja, da ist etwas dran.“

Der Besuch beim Geistheiler war die Initialzündung für Annette Müllers große Veränderung. Sie war „geradezu wachgeküsst“. Wollte jetzt mehr über geistiges Heilen erfahren.

Sie las viele Bücher zu diesem Thema, forschte im Internet und suchte verschiedene Heiler auf. „Ich erkannte, dass das mein Weg ist“, sagt sie, und sie beschloss, „Heilen zu lernen“.

Bei Privatpersonen in Deutschland, Österreich, in der Schweiz und in den USA. Sie besuchte Kurse, in denen sie gezeigt bekam, wie sie ihre geistigen Kräfte anzuwenden habe.

„Kraftanbindung durch Einweihung“ nennt Annette Müller das. „Man lernt in vielen Sitzungen, die Seele anzusprechen. Und der Körper ist eng mit ihr verbunden.“

Muss man mit so einer Gabe nicht geboren werden? „Nein“, sagt Annette Müller. „Die Geistheiler, die mir geholfen haben, sind Menschen wie du und ich. Die sind nicht mit diesem Talent zur Welt gekommen. Sie haben das auch von jemandem gelernt.“

Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen ist für Annette Müller heute die Grundlage des geistigen Heilens.

Zu ihr kommen Menschen mit chronischen Schmerzen, Allergien, und auch Krebspatienten sind dabei. Für sie ist wichtig, dass die Schulmedizin stets mit einbezogen wird.

„Geistiges Heilen ist eine unterstützende Therapie zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Sie ersetzt nicht ärztlich verordnete Medikamente und Behandlungen.“

Auf diesen Hinweis legt Annette Müller großen Wert. „Denn eine Garantie auf Heilung gibt es nicht.“

Ich will es nun auch wissen und bitte sie, mich zu behandeln. Annette Müller zögert keine Sekunde.

Sie stellt fest, dass ich „völlig schief“ bin. Meine rechte Schulter hängt sichtbar tiefer als die linke. Ich soll mich auf die Liege legen und die Augen schließen.

Ich höre ihre Atmung und empfange eine „Energieübertragung ohne Berührung“, wie Annette Müller mir erklärt.

Nach einer Dreiviertelstunde ist meine „Schieflage“ tatsächlich verschwunden. Und meine Haltung ist besser. Ein Wunder?

Annette Müller lächelt. „Letztlich ist es die Gnade Gottes, die heilt. Sie heilt durch den Menschen. Und der Mensch ist groß.“

 

Originalquelle des Interviews

Das Interview erschien in der „Tine“, 2010

Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

 

Annette Müller ist Gründerin von San Esprit und seit vielen Jahren im Bereich Geistiges Heilen aktiv. Sie begleitet Menschen dabei, ihre Wahrnehmung zu schulen und ihre eigenen Fähigkeiten Schritt für Schritt zu entfalten.
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